Kurzbeschreibung: Die „Florentinischen Nächte“ sind ein weiteres Fragment aus Heines Prosa-Werkstatt. Sein genialer Umgang mit Worten begeistert auch in seinen wenigen Erzählungen. Wortgewandt und farbenreich mischt der Erzähler Maximilian Erlebnisse und Begegnungen – u. a. mit Paganini und Bellini – mit allerlei wunderbaren Phantasmen, überzogen mit einem Hauch von Ironie.<br><br>Musik: Frédéric Chopin – Complete Piano Music Vol. 1 (Nouvelles études); Vol 10 (Feuille); Vol. 13 (Valse)Vol. 5 (Nocturne), Idil Biret, Klavier<br>Der Sprecher: Wolfgang Hinze – Besuchte die Max-Reinhardt-Schauspielschule in Berlin. Er tritt häufig mit Literaturlesungen auch im Rundfunk an die Öffentlichkeit
Inhaltsangabe:
Bei den „Florentinischen Nächten“ handelt es sich um eine Rahmenerzählung: vom Arzt aufgefordert, seiner lungenkranken Freundin Maria „allerlei närrische Geschichten“ zu erzählen, folgt ihr Freund Maximilian dieser Empfehlung. Andererseits sind Rahmen- und Binnenerzählung keineswegs streng getrennt, wenn auch die Binnenerzählungen den größten Teil des Fragments ausmachen. In ihnen mischt der erzählende Maximilian Erlebnisse und Begegnungen (Bellini, Paganini, die Tänzerin Laurence) mit allerlei wunderbaren „Phantasmen“, die in ähnlicher Weise auch in anderen romantischen Novellen (E.T.A. Hoffmann, Tieck u. a.) vorkommen. Nicht eine fortschreitende, in sich geschlossene Handlung ist hier beabsichtigt, sondern Heine gestaltet eine Reihe von Situationen, die alle das Unheimliche in den Vordergrund stellen. Dennoch bleibt der Heine-Ton stets unverkennbar. Trotz des in der Rahmenerzählung herrschenden Ernstes findet man insgesamt – anders vielleicht als Heine bei Schreiben – viel Amüsement.
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