Kurzbeschreibung: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. So kennen wir seit Kindesbeinen die Märchen der Brüder Grimm - zumindest diejenigen, die man uns vorgelesen hat. Was aber, wenn Hans die Gretel mit ausgestochenen Tieraugen bewirft,...
Inhaltsangabe: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. So kennen wir seit Kindesbeinen die Märchen der Brüder Grimm - zumindest diejenigen, die man uns vorgelesen hat. Was aber, wenn Hans die Gretel mit ausgestochenen Tieraugen bewirft, Messer-wetzende Blutwürste und Tiere-quälende Spielmänner auftreten oder sich friedfertige Mühlsteine in böswillige und todbringende Gegenstände verwandeln? Das sind nur einige der absurden Gestalten, die sich eben auch im Grimm´schen Märchenland tummeln. Von denen haben wir als Kinder jedoch nie gehört, denn als Vorbild oder Einschlaf-Hilfe sind diese Geschichten wirklich nicht geeignet. Deshalb fehlen sie auch in den meisten Märchensammlungen. Sehr skurrile und sehr komische Texte, die an Charms oder Franz Kafka erinnern. Zu Tage gefördert von Bernd Rauschenbach und in der ihm eigenen Intonation vorgelesen. Einfach märchenhaft.
Zitat: "Ach ich armer Mann!", rief der Fuhrmann. "Noch nicht arm genug!", sprach der Sperling, und flog dem einen Pferd auf den Kopf und pickte ihm die Augen aus. Als der Fuhrmann das sah, zog er seine Hacke heraus und wollte den Sperling treffen, aber der Sperling flog in die Höhe und der Fuhrmann traf seinen Gaul auf den Kopf, daß er tod hinfiel. "Ach ich armer Mann!", rief er. "Noch nicht arm genug!" antwortete der Sperling, "Fuhrmann, es kostet dir noch dein Leben!" und flog hinaus.
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